Die Kontexterin, wer da war und was entstand.

Eine Geschichte über das Kontexten, die Kontexterin, die mit ihr verbundenen Menschen und deren Tun.

kontexten (Verb)

abgeleitet aus dem Verb kon|texten

lat. contexere → verknüpfen, verweben, verflechten

Unter kontexten wird eine bestimmte Art und Weise die Welt zu betrachten und das daraus resultierende Handeln des Menschen verstanden. Beides verbindet und verwebt Menschen, Themen und Strukturen. Dabei entstehen Positionen die Orientierung geben. 

Quelle: kontexten.org

Klarheit und Hingabe
 „2012 war es klar. Ich stand im freien Gelände in Saalfelden Richtung Leogang. Es muss endlich kon-textil sein. Mit Stoffen, mit Fasern, mit Bauern, mit dem Land, dem Boden und den Menschen ... das Spinnen, das Weben, das Entwickeln und Verbinden und Nähen. Einfach mit Haut und Haar. Mit Hingabe eben. Es geht um den Stoff der die Welt zusammen hält. Im Krieg wie im Frieden, im Tod wie im Leben. Darum soll es für mich die nächsten Jahrzehnte gehen. Das soll die Welt sein mit der ich mich die nächsten Jahrzehnte näher und in der Tiefe beschäftigen werde sollen."

Claudia Wagner

Das Feuer 
Was es macht und was es braucht.

Das Feuer im Innen und im Außen. Immer wieder ein Anzünden und Schüren von Feuer. Inmitten von Abglimmen der Glut und der Zerstörungskraft des Feuers. Dies verlangt Fingerspitzengefühl, Erfahrung, Wissen und Hingabe. Diese Choreografie mit dem Feuer brauchte es für die Entwicklung und Kommunikation vom Kontexten, in der vorliegenden Differenziertheit. 
Und es sind beides Kulturtechniken. Feuermachen und kontexten. 

Kontexten ist immer wieder auch ein bisschen Feuer machen in Wüsten des Lebens.

 

Claudia Wagner

Der Boden
Vom Tragen und Halten
über die Jahre
 
Der Boden auf dem wir gehen,
auf dem wir stehen,
wenn der trägt,
dann gibt das Sicherheit und Halt.
 
Der sichere Mensch
kann gleichmutig sein.

Innen gleich mutig wie außen.
 
In jedem Moment und über die Jahre. 

Claudia Wagner

Intro 
Was ist es, das Menschen leiden lässt? 
Was ist es, dass Angst, Krieg, Hunger, Müll, Kränkung in unterschiedlichen Welten so viel Raum einnehmen?
Welche Welt will ich meinen Kindern hinterlassen? Und sagen, schau, dafür stehe ich und dafür habe ich als erwachsener Mensch gesorgt.
Welche Fähigkeiten möchte ich meinen Kindern durch mein 'so leben' zeigen und somit verfügbar machen?
Und welche Perspektiven für die Zukunft möchte ich den Kindern zur Verfügung stellen?
 
Diese Fragen in Kombination mit aktuell vorherrschenden Formen von Welt- und Menschenbildern führten Claudia Wagner zur Identifikationsfigur Die Kontexterin und mit ihr zur Benennung der Kulturtechnik - kontexten. 

 

Die Kontexterin
Die Kontexterin steht für das Kontexten an sich und besonders für Handeln in jedem Moment in Richtung folgender Prinzipien:
​​

  • Eigenwohl und Gemeinwohl gleichermaßen,

  • ein gewinnendes Zusammenspiel von Menschen, Themen und Strukturen,

  • Autonomie in Kooperation


Ausgehend von:

  • der Natur des Menschen,

  • Kongruenz - fühlen und denken im Innen gleich wie kommunizieren und handeln im Außen,

  • fraktale Kongruenz - alles ist in allem enthalten. Zu jeder Zeit. 



Anfänge
Nach Jahren des Erforschens, Hörens, Schauens, Lernens, Denkens, Staunens, Handelns, Begegnens und Bewegens wurden 2013 und 2014 die ersten Werkzeuge und Referenzmodelle, die dem Kontexten als Handwerk und Kulturtechnik dienen, entwickelt. Das (Kon-) Textile war stets Anker, Antriebskraft und die handfeste Orientierung im Erschließen dieser Kulturtechnik. Es ist das Bild des Spinnens und Webens eines Weltenstoffes. Der Stoff aus dem die Welten sind und dem Stoff, der die Welt zusammenhält. 

2013 begegnen sich Günter Strobl und Claudia Wagner im oberen Waldviertel. Eine alte, verlassene Textilfabrik wollte aus dem Dornröschenschlaf geküsst werden (sie schläft allerdings noch immer).  


Das Bild der Kontexterin entstand in dieser Schaffensphase und trat 2014 in Erscheinung. Einige wichtige Wegbegleiter und Wegbegleiterinnen waren hierbei Silke Förster, Günter Strobl, Vivian Förster und die Kinder. 
Der Ort war zu dieser Zeit ein Grundstück mit einem 250 Jahre alten Bauernhäuschen im oberen Waldviertel, am Rande des böhmischen Waldes im Bandlkramerland.

In dieser Zeit werden auch die Grundannahmen und Hypothesen des Kontextens benannt, es wird das Zunftzeichen und Gütesiegel k gestaltet. Darin liegen die Grundlagen für die heutige Artefaktur für haptisches kontexten

Was die Kontexterin noch war / ist

Von 2014 - 2016 wirkte Die Kontexterin als Identifikations-konstrukt um die Tätigkeit des Kontextens greifbarer und nutzbarer zu machen. Darüber hinaus dient Die Kontexterin von da an bis Ende 2016 als Unternehmensname, der Claudia Wagner und ihre Kinder mit dem Gewerbe der Unternehmensberatung mit den nötigen finanziellen Mitteln für den Lebensunterhalt versorgt. Seit Anfang 2017 führt Claudia Wagner ihr Einzelunternehmen unter eigenem Namen. Von da an dient Die Kontexterin losgelöst von der Person Claudia Wagner als geschichtlicher Startpunkt für das Handwerk und die Kulturtechnik kontexten zum Eigenwohl und Gemeinwohl gleichermaßen. Mit dem Wissen um das Phänomen fraktaler Kongruenz.

 

Das Bild von kontextender Führung und Entwicklung von Unternehmen wird ebenfalls in dieser Zeit theoretisch und handwerklich fundiert ausgearbeitet und seit 2014 von DOCK12 eigenwohl- und gemeinwohlorientierten Unternehmen zur Verfügung gestellt.

Mehr Orte, mehr Menschen

2015 wanderte die Kontexterin mit der Wanderkontexterei aus dem Waldviertel wieder in den Salzburger Pinzgau, nach Rauris. Die Kontexterei als Idee und Konzept einer Nahversorgerstruktur in Sachen kontexten mit im Gepäck. 

Im ersten Halbjahr 2016 wurden die beiden Webseiten kontexten.org und diegruenewiese.org von Claudia Wagner, Jan Six, Christian Kosmaier, Günter Strobl und Alexandra Muhm gekontextet und damit geschaffen. Das Wissen vom Kontexten und die Möglichkeit, dazu seine Fähigkeiten im praktischen Handeln zu erweitern sollen jedem Menschen, der das möchte, zugänglich sein. Diese ersten beiden Webseiten und der Aufbau von Kontextereien sind Schritte in diese Richtung. 

2017 wird die k-Struktur GmbH gegründet. Sie verwaltet die Lizenzrechte für eine kommerzielle Nutzung der beiden Kulturtechniken kontexten und c-moving und stellt diese interessierten Unternehmen, die in Richtung Eigen- und Gemeinwohl gleichermaßen wirtschaften möchten, zur Verfügung. In diese Zeit fällt auch die Gründung des Verlags Rosa Zwetschke, der seither laufend menschen- und weltenverbindende Publikationen herausbringt.  


2017 beginnt auch die Durchführung des Lehrgangs 100 % kon-textil. Allen voran tragen den Lehrgang in dieser Phase Christa Huber, Claudia Wagner, Cornelia Lackner, Eva Cardoso, Günter Strobl und Roswitha Huber. Die Kontexterei Rauris ist am Entstehen und mehr Menschen beteiligen sich und mehr Ressourcen werden benötigt. c-moving, das Konzept und der praktische Handlauf für gesellschaftlich bewegen, wird benannt und veröffentlicht. Fraktal kongruente Organisiertheit in Richtung Eigenwohl und Gemeinwohl gleichermaßen ist nun ein selbstverständliches Element in der kongruenten Verbindung von Handeln und Struktur.

2019 öffnet die Kontexterei Rauris ihre Pforten als Nahversorger in Sachen kontexten und textile Handwerksproduktions- und Vertriebsstätte. Der Lehrgang 100 % kon-textil verlegt zu dieser Zeit seinen Veranstaltungsort in den Co-Workingspace in die Marktstraße 33 in Rauris. 

Weitere Menschen, die aufgrund des Umfanges an dieser Stelle nicht genannt sind, entwickeln, tragen und schaffen kontexten und c-moving als Kulturtechniken und die regionalen Kontextereien mit. 

Trend
Immer mehr Menschen bekommen Kenntnis über das Kontexten und möchten dieses Wissen und die Fähigkeit zu kontexten für sich erschließen und präzisieren. Diese Möglichkeit ist im Ursprung des Kontextens angelegt. Es ist eine Kulturtechnik, die von jedem Menschen, der diese nutzen möchte, auch genutzt werden kann - frei von seiner jeweiligen Kaufkraft und immer passend zu seinem jeweiligen (Erfahrungs-) Wissen. 

Aufgrund des Erfolges im Lebensraum gewinnt kontexten für immer mehr Unternehmen Bedeutung, stößt da auf Interesse und auf handlungsorientierte Menschen. Das zeigt sich, indem kongruentes kontexten in Unternehmen stetig Einzug hält und an unterschiedlichen Orten regionale Kontextereien entstehen.
 
​Die beiden Kulturtechniken kontexten und c-moving verbreiten sich nun über die einzelnen Menschen automatisch in den verschiedenen Lebensräumen und auf unterschiedlichen Handlungsebenen. 
 
Das schafft einen regionalen, überregionalen und generationenübergreifenden Lernraum in dem wirtschaften und kontexten über Fakten- und Erfahrungswissen zur Verfügung gestellt wird.
 

Artefakte mit dem k
Claudia Wagner entwickelt weiter Artefakte, die kontexten greifbar und nutzbar machen. In jedem Kontext. Diese Artefakte sind mit dem k versehen. Sie stehen unter der Creative Commons Lizenz jedem Menschen zur Verfügung und können über die k-Struktur GmbH kommerziell genutzt werden. 
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Diese Nutzungsrechte dienen für die freie Nutzung der Werkzeuge des Kontextens für Privatpersonen und für die inhaltliche und strukturelle Qualitätssicherung im Sinne des Handelns Richtung Eigenwohl und Gemeinwohl gleichermaßen.  

Dank an alle Menschen die im Moment kontexten und c-moving weiter kultivieren und weiter tragen und so für das Eigenwohl und Gemeinwohl gleichermaßen sorgen.